ZUGER FREIHEITSAXT 2026

Am 11. Juni 2026 verlieh „Pro Wirtschaft Zug“ erstmalig die ZUGER FREIHEITSAXT – eine Auszeichnung für Zuger Persönlichkeiten, welche sich für die Freiheit einsetzen. Preisträger ist Herr Regierungsrat Heinz Tännler und die Laudatio hielt Herr Prof. Christoph Schaltegger. Mit darauffolgendem Festmahl fand der Abend unter guten und angeregten Gesprächen seinen gelungen Ausklang.

ZUGER FREIHEITSAXT 2026 Preisträger Heinz Tännler

Heinz Tännler, Regierungsrat des Kantons Zug, ist ein langjähriger Vertreter einer bürgerlich-liberalen Wirtschaftspolitik und steht für verlässliche Rahmenbedingungen, finanzpolitische Stabilität und unternehmerische Freiheit. Nach seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt und seinem Engagement in der Privatwirtschaft trat er in die Politik ein und prägte zunächst auf Gemeinde- und Kantonsebene die Finanz- und Steuerpolitik. Als Finanzdirektor des Kantons Zug setzte er sich konsequent für eine schlanke Staatsquote, einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln sowie für attraktive Standortbedingungen ein. Sein Wirken ist geprägt von der Überzeugung, dass wirtschaftliche Freiheit, Eigenverantwortung und föderale Strukturen zentrale Voraussetzungen für langfristigen Wohlstand sind.

 

Hier die Zusammenfassung der Laudatio:

 

Professor Christoph Schaltegger, Ordinarius für Politische Ökonomie an der Universität Luzern, würdigte in seiner Laudatio den Finanzdirektor als einen Politiker, der Freiheit nicht nur beschwört, sondern praktisch umsetzt. Zum Auftakt verbindet er das Symbol der Axt mit dem Gedanken des Lichtens: Man schlage, «damit – zwischen Tannen und Buchen – mehr Licht fällt».  Bei Tännler, etymologisch tatsächlich als «Mann aus dem Tannenwald» hergeleitet, und der Freiheitsaxt komme zusammen, «was zusammengehört». Tännler habe sich um Zug und die Zuger Wirtschaft verdient gemacht und wirke über den Kanton hinaus als Vorbild.

Die Laudatio gliedert dann sein Wirken in fünf Rollen: Heinz der Talentierte, der Baumeister, der Steuermann, der Gestalter und der Unbeugsame. Als «Talentierter» erscheint er durch seine breite Laufbahn — vom Juristen und FIFA-Rechtsdirektor über den Kantons- und Regierungsrat sowie Präsidenten zahlreicher Organisationen. Diese Spannweite «vom Schwingfest zur Blockchain» zeige einen Politiker, der «in Möglichkeiten, nicht in Zuständigkeiten» denke. Sein Motto: «Machen, machen — das Unmögliche möglich machen!»

Als Baumeister wird Tännler für seine Zeit an der Spitze der Baudirektion gewürdigt. Er habe zentrale Infrastrukturprojekte wie die Tangente Zug–Baar, die Umfahrung Cham–Hünenberg, die Kantonsschule Menzingen und das Kantonsspital Zug vorangebracht. Der Laudator nennt dies «gebaute Politik» — Politik, «an die man sich nicht erinnern muss, weil sie einfach funktioniert».

Besonders hervorgehoben wird Tännler als Steuermann. Als er 2016 die Finanzdirektion übernahm, waren die Kantonsfinanzen angespannt. Mit vier Sparpaketen brachte er sie wieder ins Lot, «ohne Steuererhöhung, ohne neue Schulden». Heute steht Zug mit Überschuss, hohem Eigenkapital und starkem Selbstfinanzierungsgrad da. Die Leistung verdichtet sich im Satz: «Disziplin im Mangel ist Pflicht. Disziplin im Überfluss ist Charakter.» Dazu passt das Paket «Mehrwert für alle»: «Weniger Steuern, tiefere Prämien, solide Finanzen.»

Als Gestalter wird Tännler beschrieben, weil er Chancen früh erkennt und nutzt. Beim Thema Blockchain habe er sich zunächst «wie ein Alien» gefühlt, erkannte aber rasch das Potenzial. Zug wurde zum Zentrum des «Crypto Valley». Auch bei der OECD-Mindeststeuer habe er dafür gesorgt, dass Mittel im Kanton bleiben. Der Laudator fasst zusammen: «Ein Gestalter ist nicht, wer von der Zukunft träumt. Sondern wer sie als Erster nutzt.»

Als Unbeugsamer verteidigt Tännler den Standort Zug gegen Begehrlichkeiten von aussen. Trotz hoher Zahlungen in den Finanzausgleich würden neue Forderungen laut. Tännler benenne dies pointiert: «es gibt Neidgenossen, die wollen, dass der Kanton Zug immer mehr zahlt.» Er beuge sich nicht — weder vor Bern noch vor anderen Kantonen, wenn nötig auch nicht vor der eigenen Partei.

Im Schluss verdichten sich alle Rollen auf eine Haltung: Tännler wisse, was Freiheit wert sei — und vor allem, «dass man sie gebrauchen muss». Die Axt steht für aktive Freiheitspolitik: Licht schaffen, Blockaden beseitigen, Verantwortung übernehmen. Wohlstand entstehe nicht durch Umverteilung, sondern durch «kluge Standortpolitik, durch Disziplin und durch Mut zur Freiheit».

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